Die Biker-Herberge Sormitzblick in Thüringen
(Inh. Reiner König)
Adr.: Hirschweg 14 D-07378 Leutenberg/Thür.
Tel. 036734 / 22248
( Das liegt ca. 20 km südl. Saalfeld an der B 90
)
... also, nach allem, was Gundolf
erzählt hat, muss es da ideal für einen Motorradurlaub sein.
Zimmer ab ca. 40 DM, Ferienwohnungen, Zeltplatz, ideale Motorradstrecken
in der Nähe und ein Wirt, der sich um Motorräder und ihre Fahrer
kümmert !
Sicher nichts für einen Tagesausflug, aber ein verlängertes
Wochenende oder ein Kurzurlaub - das wär's doch !
Vielleicht können wir das ja auch mal
als größerer Güllepumpen-Freundeskreis hinkriegen ...
3. April 1999
Fotobericht:
Tagestour zum 22. Motorrad-Markt in Husum
Die
Fahrt nach Husum am Sa. 3.4.99 war wunderbar, nur die Beteiligung war nicht
doll: außer Holger Wischhusen, der die Fahrt vorgeschlagen hat, kamen
an der Fähre noch Astrid und Michael Herrmann dazu und in Glückstadt
wartete Horst Derjong auf uns. Wir haben einen herrlichen Tag
gehabt und in Husum bei der Messehalle noch ca. 12 - 15 Güllepumpen
mit Einladungen für Vechta versorgt ( Sogar Dänen !).
Horst versucht nämlich, in Schleswig-Holstein eine Niederlassung der
norddeutschen Güllepumpen-Fahrer zu etablieren.
Überhaupt, der Horst
mußte am Karfreitag erst noch richtig ´ran: In der Woche war
ihm eine Kopfdichtung durchgegangen. Werkstätten hatten alle signalisiert:
"Vor Ostern ist da nichts zu machen." Aber Horst wollte sich die
Fahrt bei dem Wetter keinesfalls entgehen lassen und hat es hingekriegt:
Mit dem Buch in der einen und der Ratsche in der anderen Hand hat er seine
GL wieder zum Laufen gebracht. Respekt, Respekt !
Na, das Wetter war ja wohl
super
in der Osterwoche!
Leider
haben sich nur wenige Güllepumpentreiber angemeldet, um diese Tour
zu fahren.
Holger bricht morgens noch
bei leichtem Dunst auf, um auf direktem Weg Wischhafen zu erreichen, wo
Astrid und Michael hinzustoßen. Zu dritt geht´s auf die Fähre,
wo
wir noch weitere Biker treffen, so z.B. Uta und One ( auf Suzuki Katana).
Sie kommen aus Osterholz - Uta auf einer CX 500 C !
Während der Überfahrt werden wir schnell einig, zusammen weiterzufahren,
und natürlich kriegt Uta gleich ´ne Einladung für Vechta.
Am anderen Elbufer wartet
schon Horst aus Kudensee, der uns mit seiner SilverWing über kleine
Landstraßen ohne viel Verkehr über Brokdorf und Wilster zur
Kanalfähre Burg führt.
Wir warten vor der Fähre Burg
Wir genießen die kurze
Rast im Sonnenschein und sind dann doch verdutzt , denn auf der kleinen
Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal finden wir dies Schild:
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Motorradfahrer
Fahrer muß allein auf dem Motorrad sitzen,
Mitfahrer absteigen.
Füße links und rechts fest auf dem
Boden abstützen.
Handbremse während der Überfahrt
betätigen.
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Na ja, meint Horst. Da sei
mal einem Biker sein Moped auf der Fähre umgekippt. Der habe dann
die Fähre verklagt, um den Schaden ersetzt zu bekommen. Deshalb habe
die Gesellschaft jetzt die Schilder aufgehängt.
Wir kommen jedenfalls alle
heil rüber und setzen die Tour fort. Über Meldorf
führt der Weg nach Heide, wo Horst noch seine Tochter als Sozia abholt.
Am
Marktplatz herrscht fürchterliches Gedränge, deshalb quetschen
wir uns rücksichtsvoll auf einen gepflasterten Streifen zwischen Fußweg
und Parkplatz. Aber das Auge des Gesetzes ist immer wach. Sofort ist ein
städtischer Beamter da, der Knöllchen verteilen will, falls wir
nicht in Kürze wieder verschwinden. Na, da können wir ihn beruhigen,
bei sooo viel Gastfreundschaft bleiben wir nicht länger.
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Über die alte Bundesstraße
5 geht es weiter nach Norden, und dann sehen wir immer mehr Biker, die
auch in unsere Richtung fahren. |
Gegen
13.00 kommen wir schließlich bei der Messehalle in Husum an. Ein
freundlicher Einweiser gibt uns den Tip, die Mopeds doch auf der Rückseite
aufzustellen, denn vorne gibt´s wirklich kaum noch Platz. Leider
hört Horst das nicht mehr, er ist schon weiter. Die anderen machen's
sich erst mal bequem, bevor wir uns gemeinsam auf den Bummel durch die
vielen hundert Motorräder auf dem Parkplatz machen. Horst und Holger
verteilen fleißig Info- Zettel für unseren Freundeskreis und
jede Güllepumpe wird erfreut begutachtet.
Danach
ziehen wir durch die Halle, wo sich die übliche Szenerie solcher Messen
abspielt. Genau betrachtet, ist eigentlich die Anfahrt/Abfahrt zur
Messe der schönere Teil der Tour, und ich frage mich, was mich dazu
bringt, für Werbung - und das ist es ja hauptsächlich - einen
Eintritt von 12,-- zu zahlen. ( Da Astrid und ich noch Kinder dabei haben,
zahlen wir sogar 36,--!!! ).
Bei der Tombola ist eine
CX 500 E der Hauptpreis, vielleicht klappt's ja.
Beim "Altpapierhändler"
werden erstmal die Listen durchgeforstet, ich entdecke eine alte "PS" und
eine "MOTORRAD" mit Testberichten, die werden natürlich gekauft. Außerdem
besabbelt mich ein Profi-Verkäufer von "Klar-Pilot", der mir kostenlos
die Brille putzen will. Na, gut, kann ja nie schaden.
An einigen Ständen sind
gebrauchte Maschinen zu sehen, auch hier finden wir noch eine CX 500 C,
aber wir sind ja versorgt. Ein paar ganz nette Umbauten finden sich an
einem Stand, hier entdeckt man immer wieder interessante Details.
Später holen wir uns
noch etwas Warmes für den Magen und schlendern zu den Mopeds zurück.
Horst hat sich inzwischen verabschiedet und Holger möchte noch über
Ostern in der Gegend bleiben, so sind wir noch zu viert.
Die
Rückfahrt machen wir dann über Tönning und das Eidersperrwerk,
von wo man einen tollen Blick über die Nordsee genießen kann.
Das Sperrwerk selbst ist schon eine technische Attraktion, so legen wir
hier noch mal eine Rast ein.
So allmählich nähert
sich der gelbe Ball wieder dem Horizont, daher brechen wir wieder auf.
Aber was ist das ? Uta´s CX streikt! Hat der Kupferwurm zugeschlagen
? Die gute Pumpe zeigt keine Lebenszeichen, elektrisch ist alles aus. Doch
nach einigem Suchen findet One den Grund: das Pluskabel hat sich von der
Batterie gelöst - die Schraube hat sich leider mit verabschiedet.
Mit etwas Improvisation kriegen wir das aber gemeinsam wieder hin.
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Nun geht es auf direktem
Weg Wesselburen - Meldorf - Brunsbüttel
nach Glückstadt, wo wir gegen 19.00 eine Fähre nehmen .
Danach nehmen wir wieder die B 495 unter die Räder. |
Kurz vor Hemmoor löst
sich die Gruppe dann ganz auf, denn Michael und Astrid wohnen in der Nähe
und fahren hier ab. Uta und One haben dagegen noch ein Stückchen Weg
vor sich, bis sie zu Hause in in Osterholz ankommen.
Gute Fahrt !
Text u.Fotos: Michael Herrmann